Drehbuchschreiben mit dem Textverarbeitungsprogramm

Häufige Fragen zu den Dokumentvorlagen und zum E-Book

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Allgemeine Fragen zur Formatierung

Was ist an einer Formatierung "von Hand" falsch, und warum soll ich keine Leerzeilen benutzen?
Ziel der Drehbuchvorlage ist es, dem Autor alle Handarbeit abzunehmen und die Formatierung weitestgehend zu automatisieren. Daher sollte schon beim Tippen alles vermieden werden, was später beim Überarbeiten oder Umformatieren neue Handarbeit erfordern würde.
Am besten klappt das, wenn das gesamte Drehbuch mit Formatvorlagen gestaltet wird (die man nachträglich fürs gesamte Buch ändern kann), und wenn es keine Leerzeilen oder überflüssige Leerzeichen gibt (die später an ungeplante Stellen rutschen könnten).
Statt Leerzeilen kommen in den Drehbuchvorlagen dann Absatz-Abstände zum Einsatz, und statt einer Vielzahl von Leerzeichen werden Absatzeinrückungen vorgegeben.

Soll man mit jeder Szene auch eine neue Seite beginnen?
Im einfachen Drehbuchformat ist das nicht vorgesehen, aber manche Produzenten wünschen es in der fortgeschrittenen Produktionsphase. Stellen Sie in diesem Fall einfach für die Vorlage "D_Szenenüberschrift" einen automatischen Seitenumbruch ein. Das gilt dann fürs gesamte Drehbuch und lässt sich auch jederzeit rückgängig machen.

Kann ich die Drehbuchvorlage auch benutzen, wenn ich mich mit meinem Textverarbeitungsprogramm noch nicht besonders gut auskenne?
Theoretisch ja, aber es ist nicht zu empfehlen. Die Einhaltung einiger Regeln, die Voraussetzung für das reibungslose Funktionieren der automatischen Formatierung ist, setzt Textverarbeitungs-Grundkenntnisse voraus (insbesondere den Umgang mit Formatvorlagen). Für Leute, die das nicht möchten, sind spezialisierte Drehbuchprogramme besser geeignet.

Fragen zur Funktionalität der Vorlagen

Beherrscht die Drehbuchvorlage eine automatische Szenennummerierung?
Man könnte der Vorlage "D_Szenenüberschrift" eine automatische Nummerierung zuweisen, aber diese ändert sich dann mit jeder eingefügten oder gelöschten Szene automatisch. Das würde nach Überarbeitungen zu Verwirrung führen.
In der Drehbuchpraxis ist es eher so, dass man die ersten Versionen des Drehbuchs noch ohne Nummerierung schreibt. Sobald ein Drehbuch durchnummeriert wird, ist man an die Nummern gebunden; man muss dann für gelöschte Szenen eine Überschrift mit der Bemerkung "Entfällt" behalten und zusätzliche Szenen mit angehängten Buchstaben einfügen. Das lässt sich jedoch in einem Textverarbeitungsprogramm nicht gut automatisieren.
Ich empfehle also, das Drehbuch so lang wie möglich ohne Nummern zu halten und erst ab dann, wenn Nummern von Produktionsseite verlangt werden, die Szenen manuell zu nummerieren.

Warum ist in den Dokumentvorlagen kein Deckblatt vorgesehen?
Ein Deckblatt fügt man in der Regel erst gegen Ende der Arbeit an einem Drehbuch ein; am Anfang würde es eher stören. Im E-Book und in den Kurzanleitungen habe ich Schritt für Schritt erklärt, wie man nachträglich ein Deckblatt einfügt.

Gibt es die Drehbuchvorlage statt in "Arial" auch in der Schriftart "Courier"?
Dank des konsequenten Einsatzes von Formatvorlagen lässt sich die Schriftart (genau wie jedes andere Detail der Formatierung) jederzeit ändern. Das Ändern der Schriftart ist nur eine Sache weniger Mausklicks. Die Vorlagen lassen sich also ganz an Bedarf und Geschmack des Anwenders anpassen - egal ob schon vor dem Schreiben oder später. Im E-Book bzw. in der jeweiligen Kurzanleitung ist dies anhand von Beispielen erklärt.

Funktionieren die Drehbuchvorlagen auch unter MacOS und Linux?
Die Vorlagen wurden von mir unter Windows erstellt. Soweit die verwendeten Textverarbeitungsprogramme auch für MacOS und/oder Linux erhältlich sind, müssten die Vorlagen eigentlich auch dort funktionieren. Getestet habe ich es jedoch nicht.

Fragen zu verschiedenen Versionen

Warum gibt es unterschiedliche Versionen der Drehbuchvorlage?
Der volle Funktionsumfang (z. B. Tastenkombinationen für Formatvorlagen) steht nur in den jeweils aktuellen und zum Programm passenden Text- und Vorlagenformaten zur Verfügung. Daher genügt es nicht, die Vorlage in einem einzigen "universellen" Format bereitzustellen.
Auch die Bedienung verschiedener Textverarbeitungsprogramme weicht voneinander ab, so dass man separate Anleitungstexte benötigt.

Gibt es eine Drehbuchvorlage für TextMaker 2010?
Die für TextMaker 2008 gestaltete Vorlage funktioniert auch einwandfrei mit TextMaker 2010, da die Version 2010 abwärtskompatibel zu älteren Vorlagen ist.

Gibt es eine Drehbuchvorlage für Microsoft Word 2010?
Ich habe es zwar noch nicht selber getestet, aber die Vorlage für Word 2007 sollte auch mit der Word-Version 2010 funktionieren.

Gibt es eine Drehbuchvorlage für "Papyrus" und "Papyrus Autor"?
Die Textverarbeitung "Papyrus" ist zweifellos eine sehr gute Software, und in der Version "Papyrus Autor" wird sie sogar mit speziellen Funktionen für Roman-Autoren beworben. Leider ist jedoch die Formatvorlagen-Funktion von Papyrus fürs automatisierte Drehbuchschreiben unzureichend ausgestattet. Insbesondere vermisse ich eine Option "Absätze zusammenhalten", die in meinen Drehbuchvorlagen dafür sorgt, dass z. B. nicht der Name eines Sprechenden unten auf einer Seite und der zugehörige Dialogtext erst oben auf der nächsten Seite erscheint.
Solange Papyrus keine derartige Funktionalität anbietet, kann ich leider keine befriedigende Drehbuchvorlage für Papyrus erstellen.

Was unterscheidet die alten Vorlagen (bis Version 4) von den aktuellen Vorlagen?
Ich habe meine Vorlagen mehrmals im Hinblick auf Benutzerfreundlichkeit sowie Weiterentwicklung der Textverarbeitungsprogramme optimiert. Einige der alten Word-Vorlagen waren z. B. noch auf Macros angewiesen, die dann mit den Sicherheitseinstellungen neuer Word-Versionen in Konflikt kamen. Heute sind solche Umwege nicht mehr nötig.
Die aktuellen Vorlagen sind also in den meisten Fällen problemloser anwendbar. Für Fans der alten Vorlagen oder Benutzer älterer Textverarbeitungsprogramme biete ich die alten Vorlagen weiterhin zum Download an.

Fragen zum E-Book

Wozu wird das ausführliche E-Book benötigt?
Zahlreiche Rückfragen von Benutzern haben gezeigt, dass Drehbuch-Dokumentvorlagen ohne ein solides Hintergrundwissen zur Funktion der Textverarbeitung nicht optimal genutzt werden können. Die Vorlage ist ein kleines Hilfsmittel, aber sie macht eine Textverarbeitung noch lange nicht zum "narrensicheren" Drehbuchprogramm. So habe ich mich entschlossen, neben den eigentlichen Dokumentvorlagen eine ausführliche Einführung ins Thema Textverarbeitung und Drehbuchformatierung anzubieten, und zwar auf Basis von "OpenOffice.org Writer". Viele Informationen in dem E-Book sind sehr allgemein und daher auch für Benutzer interessant, die andere Textverarbeitungen benutzen.

Enthält das E-Book "Drehbuchschreiben mit OpenOffice.org Writer" auch eine inhaltliche Einführung ins Drehbuchschreiben?
Nein. Das E-Book befasst sich ausschließlich mit der Frage, wie man Drehbücher mit einem Textverarbeitungsprogramm tippt und dabei mit möglichst wenig Aufwand korrekt formatiert.

Allgemeine Fragen zu Textverarbeitungsprogrammen

Wie finde ich das beste Textverarbeitungsprogramm?
Testberichte, in denen Textverarbeitungen oder komplette Office-Pakete pauschal bewertet werden, sind für eine spezielle Anwendung wie das Drehbuchschreiben nicht sehr aussagekräftig; da werden z. B. fehlende Funktionen bemängelt, die fürs Drehbuchschreiben gar nicht gebraucht werden, oder es werden drehbuchrelevante Funktionen zu wenig gewichtet.
Man kann die Frage nach der besten Textverarbeitung also nicht allgemein beantworten, sondern bestenfalls speziell für das Drehbuchschreiben. Und selbst da spielen noch persönliche Vorlieben und Gewohnheiten eine große Rolle.
Alle Programme, für die ich Vorlagen anbiete, taugen grundsätzlich fürs Drehbuchschreiben und haben im Detail ihre kleinen Vor- und Nachteile. Jeder möge wählen, womit er am besten zurechtkommt.
Mein persönlicher Favorit ist derzeit "TextMaker" (egal ob Version 2008 oder 2010), weil es ein sehr schnell startendes und stabil laufendes Programm ist, das wenig Systemressourcen verbraucht und auch mit langen Drehbüchern gut zurecht kommt.

Was unterscheidet ein Textverarbeitungsprogramm nebst Drehbuchvorlage von den speziellen Drehbuchprogrammen aus den USA?
Die Kernfunktion, nämlich das automatische Formatieren von Drehbuchtext gemäß gängiger Normen im deutschsprachigen Drehbuchmarkt, klappt mit Textverarbeitung und Drehbuchvorlage mindestens genauso gut wie mit den Spezialprogrammen.
Die speziellen Drehbuchprogramme beherrschen darüber hinaus das automatische Setzen der sogenannten Continued-Zeilen, die im standardisierten amerikanischen (aber nicht im deutschen) Drehbuchformat beim Seitenumbruch erforderlich sind. Amerikanische Drehbuchprogramme bieten auch komfortable Sonderfunktionen wie das Setzen von Szenennummerierungen über mehrere Drehbuchversionen hinweg, das Umformatieren des Master-Scene-Formats in amerikanische Shooting-Script-Formate oder das Verwalten von Charakter-Namen in einer zentralen Liste. Außerdem ist die Bedienung der Drehbuchprogramme ziemlich narrensicher, weil sie erst gar nichts Anderes als Drehbuchformatierung beherrschen.
Die Spezialprogramme empfehlen sich also für Autoren, die eine "narrensichere" Lösung suchen, und generell für alle, die Drehbücher für den amerikanischen Markt schreiben.

In welchem Dateiformat sollten Drehbücher gespeichert werden?
Solange man an einem Drehbuch arbeitet, empfiehlt sich zum Zwischenspeichern stets das Standardformat der verwendeten Textverarbeitung. Das wäre DOCX für Word 2007 und 2010, DOC für Word bis 2003, TMD für TextMaker und ODT für OpenOffice.org Writer.
Die Option, Dateien aus Fremdformaten zu importieren oder in ein Fremdformat zu exportieren, ist eher ein Notbehelf; ein mehrfaches Hin- und Herkonvertieren ist aus verschiedenen Gründen nicht empfehlenswert. Tauscht man Dateien regelmäßig mit einem Co-Autor aus, sollten also beide das gleiche Programm und somit auch das gleiche Format benutzen.
Wenn fertige Drehbücher als Dateien zum Lesen weitergegeben werden sollen, eignet sich am besten das systemübergreifende PDF-Format.

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Letzte Änderung: Juni 2010